Innovatives Design, Einzigartige Preise

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Pressemitteilungen

Kontaktlos Übernachten in Grevenbroich

In Grevenbroich öffnet am Samstag (01.08.) eins der ersten völlig kontaktfreien Hotels in Deutschland. Das sagt der Betreiber – ein Unternehmer aus Meerbusch.

© Marc Pesch
© Marc Pesch

 

Er hat mehr als eine Million Euro in das neue JustStay Hotel investiert. Es hat weder eine Rezeption noch eine Bar oder einen Frühstücksraum, setzt dafür aber auf gut ausgestattete Zimmer zu relativ niedrigen Preisen. Die Zimmer kosten in der Regel zwischen 40 und 50 Euro. Personal gibt es nur für die Reinigung, ansonsten läuft alles elektronisch. Mit einem Zahlen-Code kommen die Gäste ins Hotel. Vorbild der Meerbuscher Betreiber sind Hotelketten aus Asien. Dort gibt es das kontaktlose Reisen schon länger. Wenn das Hotel in Grevenbroich funktioniert, sollen weitere Standorte folgen – unter anderem in Neuss. Die Stadt Grevenbroich hatte den Standort an der Marie-Juchacz-Straße vermittelt, nachdem die Ansiedlung von Büros dort gescheitert war.

 

Kontaktloses Hotel – Hotelkette „JustStay“ baut Schwerthof um

Im November soll die kontaktlose Übernachtungsherberge den Betrieb aufnehmen.

Im November soll die kontaktlose Übernachtungsherberge den Betrieb aufnehmen.
Im November soll die kontaktlose Übernachtungsherberge den Betrieb aufnehmen.

 

Von Philipp Müller

Solingen. Wer ab November die Hotellobby des neuen „JustStay“ an der Focher Straße betritt, den begrüßt kein Personal. Alin Dicu und Dr. Christoph Hamann setzen in Solingen ein weiteres Mal ihr Konzept eines kontaktlosen Hotels um. Das übliche Hotelgeschäft läuft nur digital. Um in die Lobby zu kommen, braucht der Gast einen Zugangscode, der vorab per E-Mail oder SMS kommt. In Grevenbroich und Ratingen läuft das schon. Der ehemalige Schwerthof wird noch einige Wochen dafür umgebaut.

Daher sieht man noch nichts von dem, was die beiden Düsseldorfer Geschäftsleute den Solingern anbieten werden. Doch das Konzept wirkt durchdacht. Außer einem Hausmeister, dem Reinigungspersonal und anderen Gästen, wird der Hotelnutzer niemandem begegnen. „Nur so können wir attraktive Preise bieten“, erklärt Dr. Hamann. Gebucht werden kann das Hotel direkt bei der Kette selbst oder auch über die bekannten Buchungsportale.

Dass „JustStay“ überhaupt als Hotel-Start-up entstanden ist, war wohl fast ein Zufall. Hamann war zuvor im Investment-Geschäft tätig. Alin Dicu Bauunternehmer. Bei einem Projekt für ein Einfamilienhaus lernten sie sich kennen. Man ist sich sympathisch, spinnt ein bisschen rum – am Ende steht die Geschäftsidee für ein neues Hotelkonzept.

Und das ließen sie nicht nur von teuren Profis umsetzen. „Wir haben die Farben der Fließen und Möbel alle selbst ausgesucht“, erzählt Dicu. Zugleich hätten die beiden auch den Geschäftsplan für die künftigen Hotels erstellt.

In Solingen bedeutet das, dass die 11 Einzelzimmer für 45Euro pro Nacht angeboten werden, das Doppelzimmer, es gibt 14, für 55 Euro – und die neun Appartements, die zwei Räume bieten, für 65 Euro. Zielgruppe sind vor allem die Gäste, die tatsächlich am meisten Wert auf die reine Übernachtung – just stay = bleib einfach – legen wollen. Getränke und Speisen kommen aus dem Automaten in der Lobby. Das gilt auch für alles, was man fürs Frühstück braucht. Doch auch ein Schnitzel kann der stählerne Kellner servieren.

 

„Wir werden modernes Design anbieten.“

Dr. Christoph Hamann, „JustStay“

 

Dafür bleibt im Gebäude des Schwerthofs kaum etwas, wie es vorher war. Es sei am Ende eine Kernsanierung, erklären die beiden. Moderne, auch durchaus hochwertige Zimmer, erwarten den Gast. Zwei Stockwerke werden auf den Schwerthof aufgesetzt, um die Zimmerzahl zu erhöhen. In einer zweiten Ausbaustufe sollen noch weitere Appartements im Bereich der Bowlinganlage des Schwerthofs folgen. Das könnten nochmals vier bis sechs kleine Hotel-Wohnungen geben.

„Auch dabei bleiben wir uns treu: Wir werden modernes Design anbieten“, sagt Dr. Christoph Hamann. Und er erklärt, dass es in jedem Zimmer eine kleine Küche gibt, in der sich Selbstversorger abseits des Angebots aus den Automaten kleine Speisen zubereiten können. „Pfannen und Geschirr braucht man natürlich nicht mitzubringen“, sagt Dicu mit einem Augenzwinkern.

Gesteuert wird alles vom Firmensitz in Düsseldorf, dort gibt es auch eine Telefonzentrale, die sieben Tage rund um die Uhr besetzt ist. Wer plötzlich Hilfe brauche, den beruhigen die beiden Hoteliers. Feuerwehr und Rettungsdienst würden einen Zugangscode zum Hotel erhalten, so dass sie stets schnell vor Ort sein könnten, um zu helfen.

 

Hotelbranche unter Druck

Das neue Hotelkonzept „JustStay“ wird in wirtschaftlich stürmischen Zeiten zu Wasser gelassen. Denn durch die Corona-Pandemie sind die Übernachtungszahlen bis Mai 2020 erheblich eingebrochen und erholen sich nur langsam. Da sehen die beiden Düsseldorfer aber auch ihre Chance. Weil das Hotel im Grunde kontaktfrei zu Menschen nutzbar ist, sehen sie sich gegenüber dem klassischen Geschäftsmodell eines Hotels im Vorteil. Türen öffnen sich nur per individuellem Code. Hohe Hygiene-Standards garantieren sie.

Auch dem Neubau des Hotels an der Rückseite des Hauptbahnhofs in Ohligs steht nichts mehr im Wege. An der Steinstraße soll ein fünfgeschossiges Hotel mit 158 Zimmern und einem Restaurant im Erdgeschoss entstehen.

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Grevenbroich. „JustStay“ ist der Name einer neuen Hotel-Kette, die weltweit an den Start gehen soll. Eines der ersten Bettenhäuser entsteht in Grevenbroich. Die Unternehmer versprechen ein komplett kontaktloses Reisen und Übernachten.

Die Unternehmer Lothar Lahaye, Christoph Hamann und Alin Dicu (v.l.) in einem Zimmer des neuen „JustStay“-Hotels. Foto: Georg Salzburg (salz)
Die Unternehmer Lothar Lahaye, Christoph Hamann und Alin Dicu (v.l.) in einem Zimmer des neuen „JustStay“-Hotels. Foto: Georg Salzburg (salz)

 

Von Marc Pesch

Ihre Idee soll die Hotelwelt revolutionieren: Christoph Hamann und seine Mitstreiter aus Meerbusch und Düsseldorf wollen mit einem neuen Konzept weltweit an den Start gehen. Unter dem Namen „JustStay“ haben sie eine Hotelkette gegründet und mehrere Millionen Euro investiert. Im August eröffnet ihr Hotel in Grevenbroich – sie versprechen nicht nur in Coronavirus-Zeiten ein komplett kontaktloses Reisen und Übernachten.

„Solche Hotel-Konzepte gibt es bislang nur in Asien oder Skandinavien“, erklärt Christoph Hamann. Der 41-jährige Meerbuscher ist studierter Wirtschaftswissenschaftler, er hat unter anderem für bekannte Unternehmensberatungen gearbeitet. Jetzt soll sein neuestes Baby „JustStay“ einen Siegeszug zunächst in Deutschland antreten. „Wir eröffnen am 1. August unser neues Hotel in Grevenbroich, außerdem gibt es Standorte in Ratingen und Solingen.“ Das Konzept sieht vor, dass die Hotels ohne Personal, aber mit Komfort und günstigen Preisen funktionieren.

Der Verkehrsverein Grevenbroich kümmert sich um Tourismus und Freizeit in Grevenbroich. Auf seine Initiative hin wurde beispielsweise das große Ettl-Rad auf dem Landesgartenschau-Gelände saniert.

Das Ergebnis auf der neuen „Marie-Juchasz-Straße“ in der Nähe des Hagelkreuzes kann sich sehen lassen. Hochwertige Böden wurden verbaut, dazu modernste Zugangstechnik, große, bequeme Betten, moderne Bäder und überraschend große Fernseher. „Wir glauben, dass das alles für die Reisenden von heute wichtiger ist als eine Bar, ein Frühstücksraum und eine dauerhaft besetzte Rezeption“, sagt Hamann. „Unsere Gäste bekommen für nicht einmal 50 Euro pro Übernachtung tolle Zimmer, sogar eine kleine Küchenzeile ist dabei.“

Der Standort Grevenbroich war zufällig hinzugekommen, ursprünglich sollten in dem Gebäude eigentlich Büros untergebracht werden – dann jedoch gab die Stadt grünes Licht für ein Hotel.

 

Übernachten für nicht einmal 50 Euro am Tag

Wichtig für die jungen Gründer: Die „JustStay“-Standorte müssen zukunftsorientiert ausgestattet sein. So gibt es Ladestationen für E-Autos und schnelles Internet. „Wir übernachten an 150 Tagen pro Jahr in Hotels, so schnelles Internet wie hier hatten wir noch nie“, bestätigt auch einer der Handwerker, der aktuell noch mit den letzten Arbeiten im Gebäude beschäftigt ist. Das „JustStay“-Hotel in Grevenbroich ist verkehrsgünstig in unmittelbarer Nähe zur A 46, B 59 und der L 361 gelegen, auch zur Bahn ist es überschaubar weit.

Eine Bahnlinie verläuft unmittelbar hinter dem Gebäude, aber auch darauf haben die Hoteliers reagiert. „Es gibt Dreifach-Verglasung, damit die Gäste auch ruhig schlafen können.“ Zum Konzept der Betreiber gehören auch ein Fitness-Raum und eine Lobby. Dort gibt es Automaten mit Sandwiches, Kalt- und Warmgetränken.

„Wir verzichten ganz bewusst auf das übliche Personal und halten dadurch die Preise niedrig. Ein Einzelzimmer mit dieser Ausstattung für nur
39 Euro gibt es sonst wahrscheinlich nirgends“, sagt Christoph Hamann. Einzig zwei Reinigungskräfte und ein Hausmeister gehören zum Team, ansonsten läuft alles automatisch und elektronisch. „Die Gäste buchen bei uns oder über die bekannten Internetportale, erhalten rechtzeitig vor ihrer Ankunft einen Zugangscode für die Eingangstür und ihre Zimmertür und bekommen die Rechnung per Mail nach Hause.“

In Grevenbroich rechnen die Betreiber vor allem mit Geschäftsreisenden und Messegästen.

 

Expansionspläne werden bereits eifrig geschmiedet

Vor allem in Coronavirus-Zeiten könnte das „kontaktlose“ Reisen durchaus ein Vorteil für das neue Konzept sein – wobei die Gründer lieber heute als morgen auf Covid-19 verzichten würden. „Es ist für uns definitiv mehr Fluch als Segen, die Menschen reisen halt weniger“, berichtet Christoph Hamann.

„Allerdings wird kontaktloses Reisen sicherlich auch dann noch gefragt sein, wenn wir ein Medikament oder einen Impfstoff haben. Von daher sind wir von unserem Konzept überzeugt. Wenn es in Grevenbroich und der Umgebung klappt, wollen wir deutschlandweit expandieren – und vielleicht sogar in der ganzen Welt.“

Im ehemaligen „Schwerthof“-Gebäude in Wald : Neues Hotel „müsste jeden ansprechen“

Wald Im ehemaligen „Schwerthof“-Gebäude an der Focher Straße im Stadtteil Wald entsteht derzeit das „JustStay Hotel Solingen“ – ein Haus ohne Personal, aber mit Komfort und günstigen Preisen.

Das ehemalige Hotel Schwerthof wird derzeit zum kontaktlosen Hotel von der Firma JustStay umgebaut (v.l.): Lothar Lahaye (General Manager), Dr. Christoph Hamann (Geschäftsführer) und Alin Dicu (Geschäftsführer). Foto: Peter Meuter
Das ehemalige Hotel Schwerthof wird derzeit zum kontaktlosen Hotel von der Firma JustStay umgebaut (v.l.): Lothar Lahaye (General Manager), Dr. Christoph Hamann (Geschäftsführer) und Alin Dicu (Geschäftsführer). Foto: Peter Meuter

 

Von Fred Lothar Melchior

„Hotel Schwerthof Restaurant Bowling Kegelbahn“: Die Leuchtreklame vor dem Gebäude sowie der Aushang mit der Speisekarte hängen noch, und im Restauranttrakt wird für „Ohligser Pils“ geworben. Die markante Plexiglas-Überdachung vor dem Eingang ist aber bereits verschwunden, die Fassade eingerüstet. Aus dem „in die Jahre gekommenen“ Haus, so eine Bewertung im Internet, wird bis Jahresende das moderne JustStay Hotel Solingen.

Alin Dicu, Dr. Christoph Hamann und Lothar Lahaye investieren einen „gut siebenstelligen“ Betrag in die Immobilie. Das 1976 errichtete Gebäude, das auf einem 1400 Quadratmeter großen Grundstück steht, wird um eine Etage aufgestockt. Außerdem gibt es künftig statt eines Satteldachs ein Staffelgeschoss mit Flachdach. Die neuen schallgedämmten Fenster sollen überall bis zum Boden reichen. „Wir bessern das Stadtbild auf“, kommentiert Geschäftsführer Dicu.

 

„Schlüssel“ ist ein vierstelliger Code

 

Konzept

Bei JustStay erhält der Gast 24 Stunden vor seiner Anreise einen vierstelligen Code für den Zugang zum Hotel und zum Zimmer. Am Abreisetag erlischt der Code um 12 Uhr.

 

Firma

Hinter der JustStay GmbH stehen die Invicto Holding GmbH und die Dicu Immobilien GmbH. Invicto investiert in mittelständische deutsche Unternehmen. Alin Dicu und Lothar Lahaye haben jahrelange Erfahrungen im Bauwesen, auch beim Umbau von Hotels.

Das wirklich Neue ist aber nicht von außen zu sehen: „Kontaktloses Reisen“ heißt das Konzept der Düsseldorfer JustStay GmbH, die am Samstag ihre ersten beiden Häuser in Grevenbroich und Ratingen eröffnen wird. Bei JustStay checkt der Gast selbstständig in sein „digitales Zimmer“ ein – über die Homepage der GmbH oder entsprechende Hotelportale.

Es gibt keine Rezeption, kein Personal außer einem Hausmeister und Reinigungskräften. Dafür ist die Übernachtung in den 34 Zimmern mit 44 Euro (Einzelzimmer) bis 63 Euro (Apartment) aber günstig und das im Preis eingeschlossene weitere Angebot interessant: Das Hotel wird eine rund 100 Quadratmeter große Lounge (mit „Coworking-Space“) und einen Fitnessraum mit mehreren Cardiogeräten, Sprossenwand sowie Hantelbank haben. Auch die Parkplätze vor und hinter dem Haus sind wie der WLAN-Zugang kostenlos. Es soll zwei Ladestationen für E-Autos geben.

Jedes der Zimmer, die von Patrick Treutlein Interior Design aus Meerbusch entworfen wurden – einheitlich für alle Standorte, hat eine kleine Küchenzeile. Im Haus stehen außerdem Automaten mit Getränken und Snacks bereit. Es soll unter anderem Obst, Yoghurt und Müsli geben. An der Focher Straße findet sich zudem ein gutes Angebot vom Lebensmittelhandel über Cafés bis zu Restaurants. Kooperationen streben Dicu, Hamann und Lahaye beispielsweise mit Event-Locations an.

Zielgruppe der drei JustStay-Hotels sind „alle“ Gäste, sagt General Manager Lothar Lahaye – vom Geschäftsreisenden über Urlauber bis zu Hochzeitsgesellschaften, die das komplette Haus nutzen. „Es müsste jeden ansprechen“, erläutert Geschäftsführer Christoph Hamann. „Uns charakterisiert das Preis-Leistungs-Verhältnis“, betont Alin Dicu. Das Konzept entwickelten die drei im vergangenen Jahr und orientierten sich dabei an Vorbildern im Ausland. Hamann: „In Deutschland gibt es so etwas noch nicht. Wir bauen gerade die ganze aufwändige Infrastruktur auf. Es funktioniert alles digital. In Coronazeiten ist das eigentlich das Beste, was man beim Reisen machen kann.“

„Wenn wir eine Marke oder eine Kette aufbauen wollen, müssen wir mit mehreren Standorten loslegen“, war dem Trio klar. Solingen war dabei eine gute Wahl. „Wir sind sehr zufrieden mit der Stadtverwaltung und der Stadt-Sparkasse“, lobt Geschäftsführer Hamann. „Wir glauben an den Standort, die Stadt und das Konzept. In Solingen klappt alles.“ Die Stadt-Sparkasse ist bei allen drei Standorten mit im Boot. Dass es weitere werden, steht für Dicu, Hamann und Lahaye fest. Sie denken an insgesamt zehn Standorte in der Region um Köln und Düsseldorf. Später könnten Kommunen um Hamburg, Frankfurt und München interessant sein.

Auch an der Focher Straße gibt es nach der Fertigstellung des Hotels noch etwas zu tun: In dem hinter dem Hotel angrenzenden zweigeschossigen Trakt, wo früher die Bowling- und Kegelbahnen zu finden waren, sollen Wohnungen entstehen.

Acht wären auf den insgesamt 450 Quadratmetern denkbar. Nutzen sollen sie Mieter, die einige Wochen oder Monate in der Klingenstadt bleiben wollen.

Plus bei Hotel-Übernachtungen in Grevenbroich: Trotz Corona Gästeflut aus Ausland?

Lothar Lahaye (l.), Generalmanager des neuen „Just Stay“-Hotels. Foto: Georg Salzburg (salz)

Grevenbroich Das Landesamt „Information und Technik“ meldet für Hotels aus Grevenbroich ein überraschendes Plus bei Hotel-Übernachtungen. Unklar ist allerdings, wie es zu diesem Anstieg kam.

 

Lead

Von Carsten Sommerfeld

Die Reisebranche ist von der Pandemie arg gebeutelt. Das Landesamt „Information und Technik“ legt deutliche Statistik-Zahlen vor. Danach sank die Zahl der Gästeübernachtungen in Grevenbroicher Hotels im August 2020 gegenüber dem Vorjahresmonat um 44,8 Prozent, von 7816 auf 4313. Kreisweit ist die Zahl der Übernachtungen um 35,9 Prozent auf 58.427 geschrumpft.

Doch es gibt ein Phänomen, das in Grevenbroich im Kreisvergleich einzigartig ist. Im August hat sich die Zahl der Gäste, die aus dem Ausland in Grevenbroicher Hotels eincheckten, von 304 auf 640 mehr als verdoppelt. Die Zahl der Übernachtungen von Besuchern aus anderen Ländern – viele bleiben mehrere Tage – ist um 130,1 Prozent auf 1445 geschnellt – zu einer Zeit, als viele Deutsche lieber im Heimatland blieben. Auch im Zeitraum von Januar bis August 2020 legte die Übernachtungszahl von Auslandsgästen gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 52,1 Prozent auf 6280 zu, während die gesamte Übernachtungszahl um 40,9 Prozent sank. Wer macht sich trotz Corona so zahlreich auf, um die Schlossstadt zu besuchen? Monteure vielleicht, Touristen und Messegäste? „Es gibt kaum größere Messen“, sagt ein Grevenbroicher Hotelier, der nicht namentlich genannt werden möchte und der für einen solchen Anstieg genauso wenig eine Erklärung hat wie Isabel Hausmann vom Deutschen Hotel- und Gaststättenverband in Neuss. „Das ist gegen den Trend“, sagt sie. Die Hotelbranche sei von Corona getroffen.

Zumindest für einen Teil des Anstiegs im Monat August dürfte ein „Verursacher“ gefunden sein, auf den Verkehrsvereinschef Walter Flöck hinweist: Das neue „JustStay-Hotel“ an der Marie-Juchacz-Straße, in dem Gäste kontaktlos buchen, einchecken und bezahlen – und das Anfang August eröffnete. „Die Zeiten sind anstrengend, aber angesichts Corona sind wir zufrieden“, sagt Generalmanager Lothar Lahaye. Für August und September insgesamt registriert er eine Auslastung von etwas über 60 Prozent, den Anteil ausländischer Gäste beziffert er mit rund einem Drittel – etwa aus Italien, Spanien, Großbritannien. „Wir vermuten, dass das kontaktlose Einchecken auch wegen Corona geschätzt wird.“ Alle Zimmer seien mit Küchenzeilen ausgestattet, so dass auch beim Frühstück kein Kontakt nötig sei.


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